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    Leserreaktionen

    Leserbriefe zur Plough Ausgabe Nr.4, Winter 2025, Freiheit.

    Dienstag, 1. April 2025

    Verfügbare Sprachen: English

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    Christlicher Sozialismus

    Zu Sohrab Ahmari’s “Die Arbeiter und die Kirche: Es hat mich sehr gefreut, dass in PLOUGH Artikel wie „Die Arbeiter und die Kirche“ veröffentlicht werden. Er hat die historische Situation in London damals im 19. Jahrhundert sehr gut beleuchtet, aber auch auf parallele Entwicklungen heute hingewiesen, deren Widerspruch zu biblischen Richtlinien manche nicht wahrhaben wollen, die sich Christen nennen.

    Eine Anregung: Fremdworte wie „Dichotomie“ oder „prudentiell“ sollten erklärt werden, am besten vielleicht durch Anmerkungen am Seitenende. Sie sind doch nicht für alle Leserinnen und Leser verständlich.

    Hans-Peter Lang, Wieselburg

    Eine Liebevolle Entscheidung

    Zu Rosemarie Garland-Thomson’s “Der Körper, den sie hatte: Vielen Dank für diesen wertvollen Artikel! Als Eltern standen wir vor der uns angebotenen Entscheidung, unserer Tochter das Leben zu nehmen. Nach der Untersuchung im 2. Monat mit Auffälligkeiten wurden wir von den Ärzten bis zum 9. Monat permanent gedrängt, eine „liebevolle Entscheidung“ zu treffen. Jede Vorsorgeuntersuchung glich einer Anhörung der Gründe, was man jetzt an Auffälligkeiten sehen und messen kann, und einer Verteidigung, warum ich unser Kind bis zur Geburt austragen will. Selbst in der Woche vor der Geburt (37. Woche) bekam ich noch einmal eindringlich von Frauen- und Kinderarzt geraten, „die Schwangerschaft zu beenden“.

    Diese Gespräche machten mir Angst, und zunehmend glaubte ich, dass ein Monster in meinem Bauch ist. Würde ich es annehmen und lieben können? Und wenn vielleicht auch nur wir als Eltern sie liebevoll in den Arm nehmen konnten, wie würde es andern gehen? Muteten wir unseren beiden Kindern, Familien, dem medizinischen Personal, der Gesellschaft Unzumutbares zu?

    Unsere Tochter kam zur Welt. Ein schönes Kind mit kleinen Deformationen, dem Papa und der großen Schwester so ähnlich sehend. Wie freuten wir uns als Familie über unsere Tochter, die kleine Schwester, die Enkelin, die Nichte! Wie ging das Pflegepersonal auf der Intensivstation so behutsam und fürsorglich mit ihr um! Leider waren ihre inneren Organe nicht stark genug für ein Leben auf dieser Welt. Nach vier Tagen starb sie in unseren Armen und wir beerdigten sie voller Trauer. Froh um diese gemeinsame Zeit mit unserem Kind, das kein Monster war. Weil wir ihre Schwäche sahen, akzeptierten wir es, dass Gott sie zu sich nahm. Sein Friede, der höher ist als alle Vernunft, hat unsere Herzen und Sinne bei der angebotenen Wahl geleitet und uns angesichts ihres Todes getröstet.

    Vier Wochen später traf ich eine fremde Frau, die zeitgleich ein Kind erwartet hatte. Wegen Auffälligkeiten ließ sie den Sohn im 5. Monat abtreiben. Und jetzt, 5 Monate später brach es aus ihr heraus. Sie überlegte ständig, ob ihr Kind wirklich so krank gewesen wäre, ob es nicht eine Fehldiagnose war, ob sie es nicht doch geschafft hätte, ihn zu versorgen. Sie hatte keinen Frieden. Gott vergibt eine falsche Entscheidung, aber mit der Folge muss man leben.

    D. Jung, Deutschland

    FREI IN DEUTSCHLAND

    Vielen Dank, dass dieser besondere “Pflug” zum Thema Freiheit mich in den letzten Tagen begleitet hat. Ich muss ihn noch ein 2. Mal vertiefend lesen, um all die verschiedenen Aspekte begreifen zu können und ins Herz zu bekommen.

    Auch wenn viele Artikel aus dem Englischen hervorragend übersetzt sind und aus einem “anderen Hintergrund” stammen, betrifft vieles auch uns in der jetzigen politischen und persönlichen Situation hier in Deutschland. Auch bei uns stehen die Wahlen an, auch in meinem Leben ist die Freiheit etwas eingegrenzt, auch wir sehen, dass grenzenlose Freiheit ohne einen Wertekompass (10 Gebote) im Chaos enden kann.

    Ich erinnere mich an eine Schultafel im evang. Gymnasium in Stuttgart auf das unser Sohn ging – es war ein Wort von Bonhoeffer, das in etwa so lautete – aus dem Gedächtnis wiedergegeben:

    Freiheit ohne Bindung (Gehorsam) endet in Chaos und Anarchie. Bindung (Gehorsam) ohne Freiheit endet in Abhängigkeit und Diktatur.

    Zwischen diesen beiden Polen findet das christliche Leben statt im Gehorsam und Bindung gegenüber Gott und seinen Werten und der Freiheit in dieser Welt, in der wir leben, sich nicht von ihr abhängig zu machen.

    Paul-Heinrich Fuchs, Leinfelden-Echterdingen

    Ich habe nun einen großen Teil der letzten Ausgabe des Plough mit dem starken Thema „Freiheit“ gelesen und wollte als kurzes Feedback dazu sagen, wie beeindruckt ich bin von der Vielfalt und Qualität der Beiträge. Das Editorial öffnet gleich die Augen für das, was da in diesem großen Begriff alles drinsteckt (die Geschwister Scholl, David Foster Wallace und Paulus auf engem Raum, so etwas bringt Leser gleich auf die richtige Betriebstemperatur.

    Es finden sich neben grundsätzlichen Essays, die um den Begriff kreisen, aber auch starke Texte, die ganz konkrete Seiten des Themas aufgreifen wie Sohrab Ahmaris „Die Arbeiter und die Kirche“ und die spannende und aufrüttelnde Reportage „Ein Löwe in Phnom Penh“ von J. Daniel Sims. Heute Morgen habe ich mit meinem Literaturkurs (12. Klasse) „Die Autonomie-Falle“ von James R. Wood gelesen, um mit ihnen daran wichtige Aspekte autobiografischen Schreibens festzuhalten (viele fanden den Text auch sehr gut). Ich freue mich schon auf die anderen Beiträge.
    Thomas Baumann, Schwanau

    WEIHNACHTSGESCHENK

    Zu James R. Woods “Autonomie-Falle“: Dieser Plough war etwas Besonderes, denn er wurde mir am 24.12.24 quasi als Weihnachtsgeschenk zugestellt. Und auch das Thema FREIHEIT passte ja perfekt zur Geburt von Jesus Christus, der UNS die "herrliche Freiheit der Kinder Gottes" gebracht hat. Besonders emotional berührt hat mich "Die Autonomie-Falle" von James R. Wood.

    In jedem Satz spüren wir, dass er direkt aus der Seele eines Scheidungskindes kommt.Die von den Scheidungseltern in Anspruch genommene Freiheit definiert er als "Lizenz zu gehen, wenn es schwierig wird." Dieser Freiheitsbegriff hat sich in den letzten Jahren von der Basis EHE und FAMILIE in ALLE SPHÄREN der Gesellschaft ausgebreitet. Der frei gewählten Autonomie folgen Bindungsunfähigkeit, Sprachlosigkeit und Depression. Lasst uns gemeinsam mit James R. Wood beten, dass trotzdem möglichst viele Menschen zu der Freiheit finden, die Jesus Christus uns geschenkt hat: DIE FREIHEIT DER LIEBENDEN GEMEINSCHAFT IN SEINER NACHFOLGE.

    Steffen Grahnert, Dresden


    Wir freuen uns über Zuschriften an lesermeinung@plough.com.

     
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